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ZIMMER "M'OUBLIER"
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M’OUBLIER

Die Inspiration für dieses Kunstwerk wurde im Gedicht „In einem Augenblick“ von Dino Campana gefunden und sucht in einer synästhetischen Vision seine Konkretisierung.
Um ganz verstanden zu werden, benötigt dieses Werk den Einsatz einer der aktuellsten künstlerischen Ausdrucksformen, den Video, gemacht wie es ist aus vage melancholischen Regungen und so eingebettet wie es ist in einer Dimension mit eindeutig romantischen Konnotationen, anscheinend anachronistisch.
Das Werk bezieht sich auf die historische Avantgarde, und zwar auf das Konzept des synästhetischen Kunstwerks und vor allem auf das Konzept des Gegenstands Buch Künstlerbuch, das von den Futuristen genau erforscht wurde und das noch heute zahlreiche Adepten am Werke sieht.
Ein Kunstwerk, das sich auf Assoziationen und Rückbezüge stützt, das verstanden werden ‚will’, das Zeit und den Lauf der Zeit notwendig braucht, weil in der Zeit – so zerbrechlich, so kurzlebig, so kurz – seine Schönheit verborgen ist.
Fließend und leicht läuft das Kunstwerk zwischen den Seiten eines Zimmers und wandelt sich von Gast zu Gast: das Video erweitert sich, läuft aus den Wänden des Zimmers heraus, um in den Körper einzudringen, der von einem einfachen Betrachter zu einem integrierenden Teil des Kunstwerks wird, indem er ihn einhüllt und gefangen nimmt. So wird es zu einem multimedialen Werk.
Ein Kunstwerk, das die Lektüre vorsieht, aber sie nicht braucht, das aus Atmosphären heraus lebt, aus alten Düften, die vom Text von Campana noch mehr betont werden.
Ein nicht zu verleugnender Tribut an die Frau, die die Kleidung der Natur anlegt, was etwas an die Poetik des Leopardi erinnert, und die manchmal Mutter manchmal Stiefmutter ist, Frau – Natur, Frau – Erde, Geschöpf das aus den Eingeweiden der Erde auftaucht, die Macht einbehält, Punkt, auf den sich die Aufmerksamkeit jedes Blicks und jedes Gedankens richtet, eingehüllt in die Schleier eines unwahrscheinlichen Leichentuchs.

In einem Augenblick
In einem Augenblick
Die Rosen sind verblüht
Die Rosenblätter gefallen
Weil ich die Rosen nicht vergessen konnte
Wir suchten sie zusammen
Wir haben Rosen gefunden
Es waren ihre Rosen es waren meine Rosen
Diese Reise nannten wir Liebe
Mit unserem Blut und mit unseren Tränen schufen wir Rosen
Die einen Augenblick in der Morgensonne glänzten
Wir haben sie leicht berührt unter der Sonne unter den Dornen
Die Rosen die nicht unsere Rosen waren
Meine Rosen ihre Rosen

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